Was haben die Habsburger, Ada Lovelace und der Kapitalismus gemeinsam?
Sie alle waren Thema einer Diskussion. Und nein, es war kein Geschichtsseminar. Es ging um Künstliche Intelligenz.
Am 20. Oktober durfte ich durch die Diskussion „KI – zwischen Fortschritt und Ausbeutung“ mit Hannes A. Fellner führen. Und wir hatten einiges zu besprechen.
Von der Vermenschlichung der KI über die oft unsichtbare menschliche Arbeit hinter den Systemen bis hin zu ihrem enormen Ressourcenhunger und den gesellschaftlichen Machtverhältnissen, unter denen sie entwickelt und eingesetzt wird.
Auch ein Blick in die Technikgeschichte durfte nicht fehlen. Ada Lovelace und Grace Hopper – zwei Frauen der IT- und KI-Geschichte, vor denen ich mich verneige und die stellvertretend für viele weitere stehen – bekamen ihren wohlverdienten Platz.
Und beim Habsburger-Effekt ging es ausnahmsweise mal nicht um die österreichischen Kaiser, sondern um KI, die zunehmend mit KI-generierten Inhalten trainiert wird. Es bleibt also in der Familie.
Ein wichtiger Gedanke des Abends: Bei all dem Marketing rund um Chatbots, Bilder und Videos geraten andere, gesellschaftlich höchst relevante Anwendungen der KI oft in den Hintergrund. Etwa ihr Potenzial in der medizinischen Forschung und Diagnostik.
Und damit sind wir bei einer Frage, die sich durch den gesamten Abend gezogen hat:
Wem dient dieser technologische Fortschritt eigentlich?
Denn KI entwickelt sich nicht im luftleeren Raum. Menschen entscheiden, wofür sie eingesetzt wird, welche Entwicklungen gefördert werden und wer davon profitiert.
Und dann war da noch China. Ein möglicher Gegenentwurf zur westlichen KI-Entwicklung? Spannend genug, für einen eigenen Blogartikel.
Die Zukunft von KI ist noch nicht geschrieben. Und wer sie schreibt, sollten wir nicht alleine den Tech-Konzernen überlassen.
